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Watterdingen

Kurze Einführung in die Geschichte von Watterdingen

Der Ort ist schon sehr alt, jedoch liegen aus frühesten Zeiten keine Aufzeichnungen vor. Es dürfte sich auch hier um eine der im Hegau so zahlreichen alemannischen Siedlungen handeln, die sich durch die Namensendung "ingen" auszeichnen.

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 965, wonach Graf Chuno von Öhningen das Dorf Watterdingen zusammen mit anderen Besitzungen dem von ihm gestifteten Kloster Öhningen schenkte. 1392 kam Watterdingen in den Besitz der Herren von Klingenberg. Diese verpfändeteten 1463 die Herrschaft Blumenfeld, zu der auch Watterdingen gehörte, an die Herren von Bodman. Watterdingen blieb dann von 1488 an bei der Deutschen Ordenskommende Mainau und kam danach 1806 zu Baden.

(Quelle: http://www.tengen.de/)

Watterdingen und Kirche heute

Watterdingen hatte Ende 2007 891 Einwohner, davon 702 Katholiken mit Hauptwohnsitz in Watterdingen. Dieser große Anteil an der Bevölkerung mit katholischem Glauben zeigt ihre Auswirkungen im aktiven Vereinsleben in den unterschiedlichsten Gruppierungen mit kirchlichem Hintergrund. So gibt es in Watterdingen neben dem Pfarrgemeinderat und einer großen Anzahl an Ministranten die Jugend-Band Caesarea, die mit Musik und Gesang die moderne Kirche lebendig macht. Überdies gibt es in Watterdingen auch einen gemischten Kirchenchor, die Katholische Frauengemeinschaft, mit Weil zusammen das Seniorenwerk und viele Untergruppierungen, wie z.B. den Kranken-Besuchsdienst, das monatliche Treffen der alleinstehenden Frauen oder die Mutter-Kind-Gruppe. Alles in allem stehen die Vereine und Gruppierungen für ein aktives, reges und sich gegenseitig stützendes Netzwerk.

Das Pfarrheim:

Hier finden das ganze Jahr über Veranstaltungen statt. Angefangen vom Neujahrsempfang, über Faschingsveranstaltungen der Frauengemeinschaft und des Seniorenwerkes, teilweise Elternabende für Eltern der Kommunionkinder, die wöchentlichen Treffen der Mutter-Kind-Gruppe mit weiteren Veranstaltungen aus diesem Rahmen ( z.B. Erste Hilde Kurs am Kind), monatliche Treffen der Alleinstehenden Frauen, Veranstaltungen der katholischen Frauengemeinschaft, der Landfrauen (z.B. Yoga-Kurse), Pfarrgemeinderatssitzungen, Hauptversammlungen der kirchl. Vereine, Weihnachtsfeiern, usw...

                                   

Das Pfarrheim wurde 2008 innen neu renoviert. Der Raum im Dachgeschoss bietet Platz für ca. 50 Personen und hat eine kleine Küche angegliedert mit Kühlschrank, Spülmaschine und Kochmöglichkeit. Das Pfarrheim kann auch privat angemietet werden. 

Geschichte und bauliche Entwicklung der Kirche

Die erste urkundliche Erwähnung einer Pfarrei und Kirche geht auf das Jahr 1275 zurück.

1539 (diese Jahreszahl findet sich am Eingang zur Sakristei, der früher der Eingang zum Turm war) wurde Kirche im wesentlichen in dieser Form errichtet, erfuhr jedoch um 1720 eine grundlegende Umgestaltung. Die Kirche war im Krieg stark beschädigt worden und der baufällige romanische Kirchturm musste abgebrochen werden

Ab 1768 wurde nach den Plänen von Ordensbaumeister Franz-Anton Bagnato ein neuer Turm (33 mtr hoch) im barocken Stil östlich des Kirchenschiffes angebaut. An Stelle des alten Turmes entstand die jetzige Sakristei. Auch der Kircheninnenraum wurde in dieser Zeit barockisiert.

In den Jahren von 1922 – 1927 wurde Kirche durch den hinteren Anbau vergrößert und grundlegend renoviert.  

Der Kircheninnenraum

Die letzte große, aufwändige Innenrenovierung der Kirche wurde im Jahr 2005 abgeschlossen, dabei wurde die Besonderheiten des Innenraumes hervorgehoben.

Der Chorraum stammt aus der Zeit um 1750 die Altarbilder wurden vom Historienmaler Jakob Anton von Lenz aus Donaueschingen gemalt. Das Hochalterbild bewahrt das Andenken an die im Jahr 1503 gegründete Rosenkranzbruderschaft. Beiderseits die Plastiken von Gordian und Epimachus. Das Wappen im Chorbogen ist von Erzbischof Dr. Carl Fritz von Freiburg, 1924 angebracht, da er die Erweiterung und die Renovierung der Kirche im den Jahren 1922-27 finanziell ermöglichte.

Besonderheit: Die Schmerzhafte Gottesmutter (Pieta am Eingang beim Taufbecken) ist ca 120 cm hoch, stammt aus der Zeit um 1320/30. Das besondere Merkmal sind die hebräischen Schriftzeichen auf den Beinen des Toten Christus, deren Sinn ist leider nicht mehr erschließbar ist.