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Kapelle im Rohrertal

In einer Beschreibung der Rohrertalkapelle ist zu lesen:

"(Im Anfang des 19. Jahrhunderts) unternahm ein Müller aus Blumenfeld eine Wanderung auf die Baar. Auf dem Heimweg überraschte ihn die Nacht. Er wollte schneller nach Hause kommen und schlug den Weg vom Oberholz ein. Das glückte ihm (wegen der Dunkelheit) nicht. Der Wanderer geriet in den Wald und verirrte sich dort so sehr, dass er stundenlang darin umherlief und nach einem Ausweg suchte. ... In seiner Not legte der Müller ein Gelübte ab. Er versprach, wenn er den Weg wieder finde, an dem Platz, wo er sich befand, ein Kreuz errichten zu lassen. Kaum hatte er den Entschluss gefasst, erklang die Glocke vom Kirchturm in Blumenfeld, deren Ton er kannte. Er wusste nun seinen Standort, legte seinen Hut an jenen Platz nieder und eilte nach Hause. ... Schon nach kurzer Zeit entstand an dieser Stelle ein eichenes Kreuz. ... Jeden Sonntag wanderten Gläubige aus der Nachbarschaft Blumenfeld, Tengen und Watterdingen an diesen Ort."

Im Jahre 1890 wurde das sehr mitgenommene Kreuz wieder hergerichtet. Von nun an sollte es durch eine Kapelle geschützt sein. Durch zahlreiche Spenden vor allem aus Blumenfeld und Watterdingen wurde der Bau finanziert. 1910 durchzog ein wandernder Maler aus Tirol die Gegend. Er fand sich bereit, die Malerarbeiten im Inneren durchzuführen. Wendelin Rigling hat das Kreuz renoviert, ein Restaurator aus Böffingen fasste das Kruzifix in ein neues Gewand. Maria Auer sorgte für die Anschaffung der Marienfigur nach dem Vorbild aus Lourdes, des Hl. Josefs, des Hl. Antonius und des Hl. Aloisius. Das Bild vom Prager Jesuskind stiftete die Frau von Rupert Frank, den Hl. Wendelin finanzierte Bernhard Messmer. 1957 wurde die Kapelle aufs Neue restauriert und seitdem von Watterdingen aus gepflegt.

Viele Spaziergänger und Wanderer lädt die Kapelle zum Verweilen und Beten ein.

Jedes Jahr wird am Dreifaltigkeitssonntag in einer Andacht des göttlichen Geheimnisses des einen Gottes in drei Personen gedacht.