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Kirchenpatron

Hier finden Sie die Kirchenpatronen von Büsslingen (Hl. Martin) und Beuren a.R. (Hl. Wendelin)

St. Martin

St. MartinSt. Martin
St. Martin

Bis heute gehört Martin von Tours zu den beliebtesten und meistverehrten Kirchenheiligen. Die Szene der Mantelteilung im Anblick eines frierenden Bettlers gehört zu den bekanntesten Bildern der Heiligenerzählung. 
Martin wurde um 316/317 in der Provinz Pannonien (heutiges Ungarn) geboren. Sein Vater war römischer Militärführer. Schon mit zehn Jahren wollte er Mönch werden. Der Vater aber zwang Martin Soldat zu werden. Mit 15 Jahren trat er so der Armee bei. Bald schon war Martin in Gallien stationiert, wo es zu der berühmten Mantelteilung kam:
Am Stadttor erblickte Martin einen nackten Bettler, der der eisigen Winterkälte ausgesetzt war. Er nahm sein Schwert, teilte seinen Reitermantel und gab dem Bettler die eine Hälfte davon. In der folgenden Nacht erschien Martin im Traum Christus, bedeckt mit der einen Mantelhälfte und sprach: "Martin, der noch nicht getauft ist, hat mich damit bekleidet." Durch dieses Erlebnis wurde Martin in seinem Verlangen gestärkt, die Taufe zu empfangen. Im Alter von 20 Jahren ließ er sich taufen. 
Nach seiner Entlassung aus dem römischen Heer  begab er sich als Schüler des heiligen Hilarius von Poitiers in die südfranzösische Stadt. Martin lebte mehrere Jahre als Eremit und gründete drei Klöster: in Mailand, auf der winzigen Insel Gallinara und in Ligugé bei Poitiers (wohl das älteste Kloster in Europa). Überall gewann er vor allem die Herzen der einfachen Menschen; sie waren es auch, die forderten, Martin zum Bischof von Tour zu machen, was dann auch 371 gegen seinen Willen geschah.

Die Legende berichtet, er habe sich in einem Stall versteckt, um der Wahl zu entgehen, doch hätten ihn die Gänse durch ihr Schnattern verraten. Der volkstümliche Brauch der Martinsgans, die man vielerorts zum Martinsfest verzehrt, rührt wohl von dieser Geschichte her.

Auf einer seiner unzähligen Seelsorgereisen starb Martin von Tours am 8. November 397 in Candes nahe Tours. Drei Tage später, am 11. November wurde er in Tours beigesetzt. 

Patronat: der Soldaten und Reiter, der Handwerker, der Armen und Bettlern, der Haustiere, Pferde und Gänse

 

St. Wendelin

St. WendelinSt. Wendelin
St. Wendelin

Der Heilige Wendelin gehört zu den besonders volkstümlichen Heiligen und genießt vor allem im Saarland, seiner Wirkungs- und Begräbnisstätte, und in Bayern große Verehrung. Obwohl Wendelin nicht zu den klassischen 14 Nothelfern gehört, wurde er in bestimmten Regionen immer dazu gezählt. Er wurde 555 in Schottland oder Irland geboren und starb 617 in Tholey/Saarland. Über die Beisetzung Wendelins gibt es eine berühmte Legende: Die Mönche von Tholey bestatteten ihren Abt Wendelin in einem Grab. Am folgenden Morgen aber lag der Leichnam neben der Begräbnisstätte. Da spannten die Mönche zwei Ochsen vor einen Karren und ließen die Tiere den Körper Wendelins dorthin ziehen, wohin sie wollten. Und so, als ob die Tiere den Weg schon viele Male gegangen wären, zogen die Ochsen den Wagen auf jenen Berg hinauf, wo der Einsiedler früher immer so gerne gebetet hatte. Dort wurde der Abt nun beigesetzt, und aus der Begräbnisstätte entwickelte sich bald eine berühmte Wallfahrtsstätte. Nach und nach entstand aus dem Pilgerort die Stadt St. Wendel an der Saar.

Der Heilige Wendelin ist der Schutzpatron der Filialkirche in Beuren. Am 20. Oktober feiern wir zu Ehren des Heiligen das Patrozinium.

Attribute: als Hirte, mit Schafen und Schweinen, als Pilger

Patron der Hirten und Herden, Schäfer und Bauern; des Viehs; gegen Viehseuchen; für gedeihliche Witterung und gute Ernte

Bauernregel: "St. Wendelin, verlass` uns nie, schirm` unsern Stall, schütz` unser Vieh!"