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Blumenfeld,Weil
Geschichte der Kirche Blumenfeld:
Der bereits 1100 geweihte, mehrfach umgestaltete Kirchenbau wurde 1907 bis auf den Turm abgebrochen. 1907-08 erfolgte ein umfassender Neubau im neogotischen Stil unter Einbeziehung der unteren Stockwerke des alten Turmes. Hauptstifter war der nach Odessa ausgewanderte Weizenhändler Carl Wesle, Architekt der Erzbischöfliche Bauinspektor Raimund Jeblinger aus Freiburg. Die überaus reiche Ausstattung (1907-10) mit Altären, Skulpturen, Malereien und Glasfenstern verleiht dem Innenraum eine einheitliche Gesamtwirkung. 1986/87 wurde sie außen neu renoviert.
Von der Kirchengemeinde Blumenfeld werden noch die Kapellen im Pflegeheim Haus St. Michael und Haus am Steinbach mitbetreut.
Im 100. Jahr nach der Fertigstellung wurden bereits mehrere Jubiläumsgottesdienste (Kinder-, Jugend-, Familien-, Seniorengottesdienste) gefeiert. Der Höhepunkt bildet der Festgottesdienst zum 100. Jahrtag am 07.09.08. Zum Anlaß wurden an diesem Sonntag Kirchenführungen angeboten.
Die Glocken der Pfarrkirche St. Michael
Die Pfarrkirche St. Michael in Blumenfeld verfügt über ein vierstimmiges Geläut mit folgenden musikalischen und technischen Daten:
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| Gießer | Gussjahr | Material | Ø in mm | kg | Nominal |
| 1 | Bachert, Bad-Friedrichshall | 1979 | Bronze | 1241 | 1038 | e’±0 |
| 2 | F. W. Schilling, Heidelberg | 1959 | Bronze | 1084 | 864 | fis’+2 |
| 3 | F. W. Schilling, Heidelberg | 1959 | Bronze | 964 | 593 | gis’±0 |
| 4 | F. W. Schilling, Heidelberg | 1959 | Bronze | 800 | 340 | h’+2 |
(Quelle: Glockeninspektion der Erzdiözese Freiburg)
Das Geläut kann unter www.ebfr-glocken.de angehört werden.
Die Glocken hängen seit September 2016 in einem neuen Glockenstuhl, der von der Firma Holzbau Braun in Tengen gefertigt wurde. Der in manchen Teilen historisch wertvolle alte Glockenstuhl wurde in der Turmetage unter der neuen Glockenstube wieder eingebaut. Somit ist gewährleistet, dass die Glocken weiterhin sicher und ohne dass sie Schaden am Mauerwerk anrichten, geläutet werden können und gleichzeitig der historische Teil der Glockenanlage erhalten bleibt. Der Werdegang der Baumaßnahme, an dem neben der Firma Holzbau Braun die Firma Elektro-Zeller aus Tengen und die Firma Schneider Turmuhren und Glockentechnik aus Schonach, das Erzbischöfliche Bauamt in Konstanz sowie die örtlichen Pfarrgemeinde- und Stiftungsräte und die Mitglieder des Gemeindeteams St. Michael wesentlich beteiligt waren, wurde während der Feierlichkeiten zur Segnung des neuen Glockenstuhls am 25.09.16 vom Architekturbüro Rainer Wetzstein erläutert.
Geschichte der Kirche Weil:
Der kleine Tengener Ortsteil Weil besaß spätestens seit 1428 eine Kapelle St. Nikolaus, die von 1463-1816 mit einer Kaplaneipfründe ausgestattet war. Das Mauerwerk der Kapelle könnte noch aus dem 15. Jahrhundert stammen, doch wurde der Bau in der Barockzeit und im 19. Jahrhundert mehrmals umgestaltet, renoviert und im Inneren neu ausgestattet. Barock sind die Madonna und der hl. Nikolaus auf den Seitenaltären. Bis 1911 befand sich der Weiler Friedhof bei der Kapelle.
Blumenfeld mit der Filiale Weil hat insgesamt 355 Katholiken (Stand 31.12.2015).
Pfarrhaus Blumenfeld:
Das bereits im 16. Jahrhundert erbaute Pfarrhaus bildet zusammen mit Kirche und Schloss das repräsentative Zentrum Blumenfelds. Aus Platzgründen mußte die Straße in einer steilen, tonnengewölbten Durchfahrt durch das Gebäude hindurchgeführt werden. Das Relief von 1582 zeigt, wie diejenigen am und im Schloss, die Wappen der Deutschordensherren Werner Schenk von Stauffenberg und Hugo von Hohenlandenberg.
Heute wird das Pfarrhaus an die Marianische Priesterbewegung vermietet.

