Ansprechpartner
Aktuelles
Meldungen der Erzdiözese

Kirchenpatron

Hier finden Sie die Kirchenpatronen von Blumenfeld (Hl.  Michael) und von Weil (Hl.  Nikolaus)

St. Michael

St. MichaelSt. Michael
St. Michael

Erzengel Michael

Es gibt kaum einen anderen Heiligen mit so vielen Patronaten, wie den Erzengel Michael. Er ist der Patron der gesamten katholischen Kirche sowie des deutschen Volkes; er wird angerufen gegen Blitz und Unwetter; als Schutzheiligen verehren ihn unter anderem die Apotheker und Kaufleute, Bäcker, Glaser und Maler, Schneider und Zinngießer und seit 1958 die Bankangestellten. Der Gedenktag des 29. September besteht seit Mitte des fünften Jahrhunderts, als Papst Leo I. an diesem Datum die Kirche S. Michele in Rom  weihte.

Der Erzengel hat viele Namen. In den religiösen Überlieferungen wird er als Engelsfürst, Engel der Gerechtigkeit, Hüter des Paradieses, Beschützer der Kirche Christi oder Fürst der Seelen genannt. Auch als Vertrauter Gottes wird er bezeichnet, der Vertraute, der die Weisungen des Herrn an die Menschen weitergibt.

Eine der bekanntesten Darstellungen des Heiligen Michael ist sein Kampf mit Luzifer. Luzifer, der einmal der höchste unter den Engeln war, hatte sich gegen Gott erhoben und wurde deshalb von Michael in die Hölle gestoßen mit den Worten "Wer ist wie Gott?", die über dem Altarraum der Pfarrkirche St. Michael in Blumenfeld angeschrieben sind. Diese Geschichte ist jedoch reiner Mythos und nicht biblisch belegt. Er soll wahrscheinlich den Kampf zwischen Gut und Böse versinnbildlichen, eine Auslegung des Kampfes von Michael und dem Drachen in der Offenbarung des Johannes. Im Jahr 1921 legte Papst Benedikt XV. auch die Gedenktage der beiden anderen Erzengel Gabriel und Raphael auf den 29. September, um ein gemeinsames Erzengelfest zu schaffen.

Bauernregeln:

"Regnet´s an Michaelis ohne Gewitter, folgt meist ein milder Winter; ist es aber an Michaelis und an Gallus trocken, dann darf man auf gutes, trockenes Frühjahr hoffen."

"Sind um Michael die Vögel noch hier, haben bis Weihnachten lind Wetter wir."

"Bringt St. Michael Regen, kannst Du gleich den Pelz anlegen."

"Gibt Michaeli Sonnenschein, wird´s in zwei Wochen Winter sein."

"Um Michaeli in der Tat, gedeiht die beste Wintersaat."

St. Nikolaus

St. NikolausSt. Nikolaus
St. Nikolaus

Wahre Geschichte, Legende und Brauchtum verbinden sich bei der Person des heiligen Nikolaus zu einem liebenswerten Gesamtbild: Nikolaus, der Heilige und Freund der Kinder, der Patron der Gefangenen, der Schutzheilige für eine gute Heirat, Bischof, Märtyrer, Bekenner und Nothelfer. Was könnte man nicht noch alles aufzählen, das diesen volkstümlichen Heiligen auszeichnet und charakterisiert.

Zwei Städte teilen sich heute den Ruhm des Nikolaus-Kultes: Demre in der Türkei, das frühere Myra, Geburts- und Sterbeort des Bischofs und Bari in Apulien, wo in der Basilika S. Nicola seit 1087 die Reliquien des Heiligen aufbewahrt werden und das Ziel vieler Pilger ist.

Die historisch belegten Daten des Heiligen sind folgende:

Der Nikolaus-Kult breitete sich etwa zwei Jahrhunderte nach dem Tod des Verehrten aus, griff auf die gesamte griechische Kirche, später auch auf die slawischen Länder über. Die stärkste Verehrung erfuhr Nikolaus etwa ab dem achten Jahrhundert in Russland, dessen Patron er seitdem ist. Zaghaft breitete sich die Nikolaus-Verehrung dann auch in Europa aus.

Nikolaus wurde um 300 Bischof von Myra. Bald danach begannen hier die Christenverfolgungen unter Galerius Valerius Maximinus. Auch Nikolaus geriet um das Jahr 310 in Gefangenschaft und wurde im Kerker schwer misshandelt. Noch gezeichnet von den erlittenen Folterungen, trat er 325 auf dem berühmten Konzil von Nicäa auf. Von dieser Versammlung gibt es noch Überlieferungen, die seine Unterschrift tragen. Der Todestag war am 6. Dezember. Er lag um das Jahr 350.

Das Brauchtum um die Person des Heiligen Nikolaus ist sehr ausgeprägt. Am Vorabend des 6. Dezember besucht der Mann mit dem weißen Bart - oft auch in Begleitung von Knecht Ruprecht - die Kinder und beschenkt sie oder tadelt sie wegen Unartigkeiten. Vor die Türe gestellte Stiefel sind am Nikolausmorgen mit Süßigkeiten gefüllt. In den Alpenländern treiben noch heute am Nikolaustag vermummte Gestalten, die so genannten Klausen, ihr Unwesen. Im süddeutschen Raum, vor allem in Bayern, ersetzt Nikolaus set dem Mittelalter oft den Heiligen Erasmus als Nothelfer.

Nikolaus wird verschieden dargestellt, je nachdem, auf welche der vielen Legenden sich die Darstellung bezieht. So ist er manchmal mit 3 goldenen Kugeln auf einem Evangelienbuch abgebildet oder mit drei Broten. Auch Bildnisse des Bischofs mit Schiff und Anker sind zu finden.

In der Kapelle in Weil, deren Schutzpatron der Hl. Nikolaus ist, finden wir ihn mit frei Kugeln auf dem Evangeliar dargestellt.